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Gesetze & Normen5 Min.1. Mai 2025

ZEREZ-Pflicht 2025: Was Elektriker und PV-Installateure jetzt wissen müssen

Seit Januar 2025 ist die ZEREZ-Eintragung Pflicht für alle neuen PV-Anlagen. Ohne ZEREZ-ID kein Netzanschluss. Was das bedeutet und wie ElektroFlow hilft.

LR

Leonardo Rupprecht

ElektroFlow Hannover

Was ist ZEREZ?

ZEREZ steht für Zentralregister für Einheiten- und Komponentenzertifikate. Es ist ein von der Bundesnetzagentur betriebenes Register, in dem PV-Module, Wechselrichter und Batteriespeicher hinterlegt werden – inklusive ihrer Zertifikate und technischen Nachweise.

Kurz gesagt: ZEREZ ist der Nachweis, dass die verbauten Komponenten die technischen Anforderungen für den Netzanschluss erfüllen.

Warum wurde ZEREZ eingeführt?

Das ZEREZ-Register wurde im Rahmen des Solarpakets I (§ 8 EEG 2023) eingeführt. Hintergrund ist der starke Zubau von PV-Anlagen in Deutschland – der Gesetzgeber wollte sicherstellen, dass nur zertifizierte Komponenten ans Netz gehen.

Vor ZEREZ musste jeder Antragsteller selbst Zertifikate zusammensuchen und dem Netzbetreiber vorlegen. Jetzt gibt es eine zentrale Stelle. Für Netzbetreiber ist die Prüfung damit einfacher – für Installateure entsteht aber ein neuer Pflichschritt.

Was passiert ohne ZEREZ-ID?

Der Netzbetreiber verweigert den Netzanschluss.

Seit Januar 2025 gilt: Ohne gültige ZEREZ-ID für die verbauten Hauptkomponenten (Module, Wechselrichter, ggf. Speicher) wird der Anhang E.1-Antrag nicht bearbeitet. Das bedeutet:

  • Keine Anschlussgenehmigung
  • Keine Inbetriebnahme
  • Kein Einspeiseanschluss
  • Kein Beginn der Einspeisevergütung

Für deinen Kunden heißt das: Die fertig installierte Anlage bleibt offline, bis die ZEREZ-Eintragung nachgereicht wird.

Wer muss sich registrieren?

Die ZEREZ-Pflicht gilt für alle neuen PV-Anlagen ab 2025 – unabhängig von der Größe. Das umfasst:

  • Aufdach-PV-Anlagen (EFH, MFH, Gewerbe)
  • Freiflächenanlagen
  • Anlagen mit Batteriespeicher
  • Erweiterungen bestehender Anlagen mit neuen Komponenten

Balkonkraftwerke sind aktuell noch ausgenommen, sofern sie unter der Bagatellgrenze bleiben.

Wie läuft die ZEREZ-Registrierung ab?

  1. Hersteller hinterlegen ihre Komponenten im ZEREZ-Portal der Bundesnetzagentur
  2. Installateur / Dienstleister ruft die Zertifikate der verbauten Komponenten ab
  3. ZEREZ-ID wird dem E.1-Antrag beigefügt
  4. Netzbetreiber prüft die ID und gibt den Anschluss frei

In der Praxis bedeutet das: Bevor du den Anhang E.1 einreichst, musst du die ZEREZ-IDs der verbauten Module und des Wechselrichters kennen und im Antrag angeben.

Wann muss die ZEREZ-Eintragung erfolgen?

Vor dem Netzanschlussantrag. Die ZEREZ-ID muss beim Einreichen des Anhang E.1 bereits vorliegen. Wer den Antrag ohne gültige ZEREZ-ID stellt, bekommt ihn zurück – das kostet Wochen.

Tipp: ZEREZ und E.1-Antrag immer zusammen beauftragen, dann verzögert sich nichts.

Kombination mit MaStR-Registrierung

Viele Installateure verwechseln ZEREZ und MaStR – das sind zwei verschiedene Register:

| | ZEREZ | MaStR | |---|---|---| | Was | Komponentenzertifikate | Anlagenstammdaten | | Wer | Installateur/Dienstleister | Anlagenbetreiber | | Wann | Vor Netzanschluss | Innerhalb 1 Monat nach IBN | | Behörde | Bundesnetzagentur | Bundesnetzagentur |

Beide Registrierungen sind Pflicht – aber zu verschiedenen Zeitpunkten im Prozess.

Tipp: Beides gleichzeitig beauftragen

Wenn du ZEREZ und MaStR gemeinsam beauftragst, sparst du Zeit und Koordinationsaufwand. ElektroFlow übernimmt beide Schritte in einem Auftrag – und stimmt die Reihenfolge automatisch richtig ab.

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